Grundschule Landau an der Isar

Aktuelles

Bericht PNP vom 12.02.2019:

Landau. Er braucht exakt fünf Minuten, um ein Legoauto zusammenzubauen. Zwei Minuten nur, um es über ein Tablet zu programmieren. Dann kann es einfache Befehle entgegennehmen und beispielsweise vor Hindernissen halten. Matthias Strahberger (26) ist Lehrer an der Grundschule Landau. Nicht nur, weil er technische Inhalte mit in den Schulunterricht bringt, ist er besonders. Er ist, neben dem Rektor , der einzige männliche Lehrer an der Grundschule Landau – und damit ein Sonderfall.

 Dem gebürtigen Fürstensteiner war schon früh klar, in welche Berufsschiene er einsteigen wird. Mit 15 Jahren war er bereits Oberministrant und in der Jugendarbeit der Kirche eingebunden. Die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern fand er spannend, darum überlegte er zunächst, Religionspädagogik zu studieren. „Das hat sich aber zerschlagen, der generelle Grundschullehrerberuf mit mehr Fächern hat mir mehr zugesagt“, sagt Strahberger. Nach dem Studium 2016 lebte und arbeitete er in Norwegen drei Monate an einer Grundschule. „Ich wollte das skandinavische Bildungssystem kennenlernen“, so Strahberger.

 Von 2011 bis 2016 studierte er Lehramt in Eichstätt: „Wir haben zu hundert angefangen, davon waren nur acht Männer. Aber nur ich und zwei andere haben das Studium beendet.“ Das kennt Grundschulrektor Andreas Fischer: „Der Beruf des Grundschullehrers ist nicht unbedingt attraktiv für Männer.“ Strahberger erzählt von seinen Klassentreffen: „Wenn mich ehemalige Mitschüler fragen, was ich beruflich mache, denken sie beim Wort ,Lehrer‘ erst einmal an Gymnasiallehrer.“ Wenn er dann sagt, dass er Grundschullehrer ist, sei das Gegenüber erst einmal verwundert. „Aber dann zeigen sie viel Respekt“, sagt Strahberger. „Ich habe mich deshalb für die Grundschule und nicht etwa Gymnasium entschieden, weil ich bereits im Ehrenamt gemerkt habe, dass mir die Arbeit mit Kindern von sechs bis zehn Jahren besser liegt als mit pubertierenden Jugendlichen.“

„Man muss auch sagen, dass man wesentlich mehr von Kindern zurückbekommt als vielleicht von Jugendlichen. Man sieht die strahlenden Kinderaugen und ist als Klassenleiter am Vormittag durchgehende Bezugsperson“, sagt Rektor Fischer. Oft bekommt Matthias Strahberger selbstgezeichnete Bilder oder Briefe. „Da stehen dann so Sachen drin wie ,bester Lehrer‘ oder dass ich ,super Projekte im Unterricht‘ mache. Das war vor allem in der Weihnachtszeit so“, sagt der junge Lehrer, für den Landau die erste Stelle als Lehrer nach dem Referendariat ist. „Man bekommt direkt Rückmeldung von den Kindern. Vor allem für Kinder von alleinerziehenden Müttern nehme er eine besondere Rolle als männliches Vorbild ein.“ Die Briefe und Zeichnungen hebt er sich alle auf, die meisten davon zuhause.

 Als Grundschullehrer muss er theoretisch alle Fächer unterrichten können. In diesem Schuljahr ist er Klassenlehrer einer vierten Klasse und außerdem Sportlehrer für zwei dritte Klassen.  Heuer unterrichtet er Deutsch, Mathe, Heimat- und Sachkunde, Sport, Kunst und Ethik. Am liebsten ist ihm Heimat- und Sachunterricht: „Das ist ein sehr vielschichtiges Fach mit vielen Themenbereichen, die ich gut vernetzen kann. Ich kann zum Beispiel die Geographie althergebracht mit einer Karte erklären, aber auch von der technischen Seite betrachten. Da nehme ich zum Beispiel ein GPS-Gerät mit und erkläre das den Kindern.“

Eine momentane Herausforderung ist derzeit das Fach Ethik. „Da muss ich mich erst mit viel Literatur heranarbeiten“, lacht Strahberger. Auch musikalisch begabt ist der 26-Jährige. „Ich spiele Gitarre – zumindest so gut, dass es für den Musikunterricht reicht.“ Sein Steckenpferd ist allerdings die Technik. „Ich war schon immer technikaffin und kann das auch prima in den Unterricht einbauen“, sagt der frischgebackene Lehrer. Mit Baukästen können seine Schüler kleine Autos mit Sensoren bauen und diese dann am Tablet programmieren. „Lego kennen ja die Kinder schon. So hat man eine Mischung zwischen Spielen und Technikverständnis“, sagt Strahberger.

 Rektor Andreas Fischer freut sich über den männlichen Zuwachs. Denn abgesehen von gelegentlichen Praktikanten gibt es außer Strahberger und Fischer selbst nur noch eine männliche Person, die an der Grundschule angestellt ist: Hausmeister Michael Schoreisz.

   Wer allerdings den  Beruf eines Grundschullehrers wegen der vermeintlich geringen Arbeitszeiten belächelt, hat weit gefehlt. „Ich muss ja auch den ganzen Unterricht vorbereiten und mir erst einmal meinen Basisstoff sammeln“, so Strahberger. Fünfmal die Woche gibt er Vormittags-, am Dienstag zusätzlich Nachmittagsunterricht. „Dann komme ich nach Hause, mache eine Stunde Pause, esse etwas und bereite dann so in der Regel bis 20 Uhr meinen Stoff vor.“ Seinen Schülern möchte er vor allem eins mit auf den Weg geben: „Achtet auf Freundschaften, lasst euch von eurem Weg nicht abbringen. Haltet an euren Stärken fest und versucht auch an euren Schwächen zu arbeiten.“

 Matthias Strahberger ist verheiratet, aber noch kinderlos. „Momentan reichen mir die Kinder am Vormittag“, lacht er. Mit dem Privatleben ist der Beruf vereinbar – „einfach ist es aber nicht immer“, sagt Strahberger. Seinen Ausgleich findet Matthias Strahberger im Ausdauersport: Langlaufen, normales Laufen, Mountainbiken und Wandern gehören zu seinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen. Und auch, wenn er vielleicht nicht überall das selbe Ansehen wie beispielsweise als Gymnasiallehrer genießt oder ein geringeres Einkommen hat als bei einem Beruf in der Wirtschaft – Matthias Strahberger geht in seiner Arbeit mit Kindern vollends auf: „Mein Beruf ist gewissermaßen meine Berufung.“

ZEUGNISMAPPEN für das erste ZEUGNIS

Am Freitag werden die Zwischenzeugnisse verteilt. Da will man gut vorbereitet sein. Die Volksbank unterstützt die Grundschule Landau seit langem und stellt praktische Zeugnismappen den Erstklässlern kostenlos zur Verfügung. Eine gute Tradition.

Am Freitag kommt es mit den bewährten Zeugnissen zu einer transparenten Bilanz, was die Kinder geleistet haben.

Laaaangweilig......im WINTERSCHLAF

Heute findet an der Grundschule Landau kein Unterricht statt. Grund: Die Witterungsverhältnisse.

"Angesichts der weiter hohen Schneebruchgefahr sowie der zu erwartenden Wetterentwicklung wird in Absprache mit den Sicherheitsbehörden der Unterricht am 4.2.2019  im Landkreis Dingolfing-Landau insgesamt abgesagt. Alle Schülerinnen und Schüler, die dennoch zur Schule kommen bzw. die zu Hause nicht betreut werden können, werden an der jeweiligen Schule beaufsichtigt."

 

So kommt es zu der Situation, dass wohl die Lehrkräfte an der Schule sind, aber fast keine Kinder.

Daher hoffen wir auf Wetterbesserung und auf ein schönes Wiedersehen morgen.

 

Alle aktuellen Informationen erhalten Sie rechtzeitig auf unserer HOMEPAGE.

 

19.02.2019

ELTERNABEND

Themen: Schulanmeldung- "Einschulungskorridor", Schulfähigkeit, Organisation der Schuleinschreibung, Ganztagsmodelle, Informationen rund um die Grundschule Landau

Zum GEDENKEN

an den Heiligen Sebastian hielten unsere Religionslehrkräfte einen Brotgottesdienst ab.

LEGO WeDo 2.0

Groß war gestern die Begeisterung bei Schülern, Eltern und Lehrkräften bei der schulinternen Lehrerfortbildung zum Thema "Lego Education". Das digitale Konzept von Lego Education wurde gestern an der Schule vorgestellt. Der Referent Herr Roger Wolf zeigte den Teilnehmern die Hard-und Software anhand von kindgerechten Beispielen. Kooperation, Kommunikation , Problemlösung und Freude standen im Vordergrund. Erste Schritte des Programmierens wurden in einem dreistündigen Workshop erlernt. Zudem gab es immer den Blick auf den kompetenzorientierten Grundschullehrplan. Ein Höhepunkt war sicherlich der Bau eines Erdbebensimulators. In einem kleinen Wettbewerb mussten die Teilnehmer das höchste und erdbebensicherste Gebäude entwickeln! Teilgesponsert wurde diese Veranstaltung von den Stadtwerken Landau.