Grundschule Landau an der Isar

BESTNOTE FÜR GS LANDAU

„Note 1“ für das digitale Homeschooling-Konzept der Grundschule Landau

Rektor Andreas Fischer blickt positiv auf die vergangenen Wochen zurück, freut sich aber trotzdem mit Kindern, Eltern und Lehrkräften gemeinsam auf nächsten Montag

Ab Montag, den 22. Februar dürfen die Landauer Grundschüler nach sechs Wochen digitalem Unterricht zumindest gruppenweise wieder zurück in ihre Klassenzimmer. Und darauf freuen sich nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern. Für viele von ihnen waren die letzten Wochen ein anstrengender Spagat zwischen Kinderbetreuung und dem eigenen Job. Viele Eltern sind an ihre Grenzen gekommen. Und doch sind die Rückmeldungen, die Grundschulrektor Andreas Fischer bekommt, durchweg positiv.  Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 waren sämtliche Schüler und Lehrer mit technisch notwendigen Geräten ausgestattet. Wer selbst kein Gerät hat, bekam ein Leihgerät von der Schule gestellt. Über eineInformationsplattform und eine App werden die Eltern informiert über Elternbriefe, Stundenpläne oder Wochenaufgaben und können Sprechzeiten und Kontaktdaten abrufen. Und auch das wöchentliche Bereitstellen und Abholen der Arbeitsunterlagen klappt problemlos. Ein großes Lob geht dabei natürlich auch an die Lehrkräfte, die sich mit viel Mühe und Sorgfalt um die Organisation kümmern und immer ein offenes Ohr für die Schüler haben. Dass alles so problemlos funktioniert sei aber „absolut keine Selbstverständlichkeit“ versichert Andreas Fischer. Er weiß von anderen Schulleitern, die da ganz andere Erfahrungen machen müssen.

 

Veronika Koppels Tochter Nikita-Gloria (9 Jahre) geht in die 3. Klasse der Grundschule Landau. Betreut wird sie im Homeschooling hauptsächlich von ihrer Mutter, die sich auch noch um die kleine Schwester im Kindergartenalter kümmert. Jeden Morgen um 8.30 Uhr beginnt für Nikita-Gloria der Unterricht per Videokonferenz. Die Klassenleiterin erklärt neue Lerninhalte mittels PowerPoint-Präsentationen und ruft die Schüler abwechselnd zur Wortmeldung auf. Nikita-Gloria arbeitet gewissenhaft mit, ohne, dass ihre Mutter die ganze Zeit daneben sitzt und „meldet sich“ per Knopfdruck wenn sie eine Frage hat. Bis 10 Uhr hat sie Unterricht und im Anschluss Zeit, um die Aufgaben zu bearbeiten. „Je nach Umfang kann das aber trotz meiner Unterstützung auch mal bis in den Nachmittag dauern. Da kommen wir dann schon mal an unser Limit.“ gibt Mutter Veronika zu.

 

Veronika Koppel ist sehr zufrieden mit der technischen, organisatorischen und pädagogischen Umsetzung des digitalen Lernens an der Grundschule Landau. „Die Technik hat ab dem ersten Tag super funktioniert und auch bei kleinen Problemen wurde uns sofort geholfen.“ erzählt die zweifache Mutter. Noch größeres Lob spricht sie aber der Organisation von Seiten der Klassenleiterin aus: „Nikita-Glorias Lehrerin gibt sich große Mühe und antwortet bei Fragen oder Unklarheiten schnell per E-Mail oder Telefon.“ Aber auch so ist die derzeitige Situation eine große Herausforderung für die Familie. „Wir mussten viel organisieren, Schichten tauschen, Arbeitszeiten verringern und haben Unterstützung von den Großeltern oder auch den Nachbarn erhalten. Sonst hätten wir es nicht geschafft.“ Jetzt freuen sich alle zusammen darauf, dass ab nächster Woche wieder ein wenig Alltag zurückkehrt.

Eine Herausforderung für die ganze Familie

Ähnliche Erfahrungen macht auch Familie Özkaya. Cecilia (14 Jahre) und Fatma (8 Jahre) werden digital unterrichtet, die kleine Schwester Ceylin (4 Jahre) ist in der Notbetreuung im Kindergarten. Der Vater arbeitet tagsüber Vollzeit und die Mutter in der Nachtschicht. Wenn Mutter Sandra sich morgens hinlegt, um sich für ein paar Stunden auszuruhen, übernimmt die große Schwester Cecilia für ein paar Stunden die Betreuung. Bei Zweitklässlerin Fatma findet der Unterricht weniger per Videokonferenz statt, sondern eher durch eigenständiges Abarbeiten des Wochenplans. Und dabei hilft Mama Sandra dann nachmittags wo sie kann. „Technisch und organisatorisch klappt alles super. Fatmas Lehrerin gibt sich sehr viel Mühe. Man merkt, dass sie die Wochenaufgaben wirklich mit Sorgfalt und Liebe kontrolliert. Sie hinterlässt viele Notizen und motiviert die Kinder mit Smileys und Stickern. Und bei Fragen ist sie jederzeit erreichbar.“ weiß Sandra Özkaya zu berichten. Und doch hat die Familie zu kämpfen. Mutter Sandra schläft, wenn überhaupt, nur in Etappen und Fatmas Motivation nimmt mit der Zeit ab. „Da sie eher schüchtern ist, bekommt sie oft nicht die Aufmerksamkeit, die sie vielleicht bräuchte. Offene Kinder haben da beim Homeschooling schon Vorteile.“ ergänzt ihre Mutter. Umso mehr freut sich die gesamte Familie wenn diese anstrengende Berg- und Talfahrt nun in Richtung Ziellinie geht. „Ich bin sehr stolz auf uns als Familie und vor allem sehr stolz auf meine Mädchen. Und manchmal frage ich mich echt, wie wir das überhaupt schaffen. Aber es funktioniert.“ erklärt die dreifache Mutter stolz.

 

Artikel: LNP Sabine Lorenz

 

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